Die Rebsorte „Trollinger“ kam im 17. Jahrhundert aus Südtirol,-
wo sie „Vernatsch“ genannt wird-, nach Württemberg und wird nur
dort auf
ca. 2550 Hektar angebaut. Daher wird er auch „des Schwaben Blut“
genannt.
Der Name entstand aus „Tirolinger“ – aus Tirol kommend.
Unter der Bezeichnung „Black Hamburg“ wird er auch weltweit als
Tafeltraube verwandt.
Als spätreifende Rebsorte benötigt die Trollingerrebe beste Lagen.
Der Wein ist von frischer, feinfruchtiger Art, schmeckt und duftet
nach
Fruchtdrops, Sauerkirsche, rote Johannisbeere und Zitrone.
Im Glas funkelt er in hellroter bis rubinroter Farbe. Er wird meist
mit ca. 10gr Restzucker (Grenze zwischen halbtrocken und trocken)
getrunken und schmeckt sowohl kühl, als auch wohltemperiert.
Trollinger hat nach spätestens 3 Jahren in der Flasche seinen
vollen Geschmack und Duft erreicht. Gute Jahrgänge können bis zu 10
Jahren gelagert werden.
Trollingerwein ist ein angenehmer Begleiter zur deftigen
Brotzeit, er paßt sehr gut zu Leber und Nierchen, Kaninchen und
Kalbfleisch, außerdem zu neutralem Weich- und
Schnittkäse.